Bartwachs

Bartwachs, auch Bartwichse oder Mustache Wax genannt, wird vor allem für die Formgebung von Schnurrbärten, Zwirbelbärten oder Vollbärten genommen. Das Wachs umschließt die Barthaare und hält sie so in Form.  Bartwachs ist schon seit Generationen der Klassiker unter den Bartpflegemittel. Es reicht bereits eine kleine Menge, um den Zwirbelbart oder andere ausgefallene Bartvarianten in Form zu bringen.

Bartwichse ist dann sinnvoll, wenn der Vollbart oder Schnurrbart bereits eine gewisse Länge erreicht hat. Er eignet sich besonders für Bärte mit dickeren und störrischen Barthaaren und für Zwirbelbärte. Die kühnsten Bartcrationen wären ohne die Verwendung von Bartwachs nicht möglich. Mit Bartwichse lässt sich der Oberlippenbart in jede beliebige Form bringen. Ganz gleich, ob es sich um den Salvatore Dali Bart, oder den bayrischen Zwirbelbart handelt. 

Geschichte des Bartwachses

Die Verwendung von Bartwachs hat Wurzeln, die bis in die Antike zurückreichen, und es hat sich im Laufe der Jahrhunderte weiterentwickelt. Hier ist eine detailliertere Betrachtung seiner Geschichte:

Die Antike

Die ersten Aufzeichnungen über die Verwendung von Bartwachs stammen aus antiken Zivilisationen, einschließlich der Ägypter und Griechen. Für diese Kulturen war der Bart ein Zeichen von Weisheit, Macht und Würde. Männer würden oft Fette und Öle verwenden, um ihre Bärte zu pflegen und sie in Form zu bringen. Dies könnte als der Vorfahre des modernen Bartwachses angesehen werden.

Mittelalter

Im Mittelalter war der Bart oft ein Zeichen des sozialen Status. Adlige und Könige trugen prächtige Bärte, die oft mit Wachsen und Ölen gepflegt wurden, um sie glänzend und gepflegt aussehen zu lassen. Die damaligen Bartwachse waren jedoch rudimentär und bestanden hauptsächlich aus tierischen Fetten.

Renaissance

Während der Renaissance begannen viele Männer, ihre Bärte kürzer zu tragen, und die Notwendigkeit, sie zu formen und zu pflegen, wurde immer wichtiger. Es war zu dieser Zeit, dass Bartwachs in Europa populärer wurde, wobei Bienenwachs oft als Hauptbestandteil verwendet wurde.

19. Jahrhundert

Das 19. Jahrhundert sah eine Renaissance des Bartwachses, besonders in Europa. Dies war das Zeitalter des Schnurrbarts, und Männer legten großen Wert darauf, ihre Schnurrbärte in kunstvollen Formen zu zwirbeln. Die Industrialisierung trug auch zur Verbreitung von Bartwachs bei, da die Produktion von Bartpflegeprodukten erleichtert wurde. Bartwachs wurde oft in kleinen Dosen verkauft und enthielt neben Wachsen auch oft Duftstoffe.

20. Jahrhundert

Das 20. Jahrhundert war geprägt von ständigen Veränderungen in der Mode und im Stil, einschließlich der Bartmode. Während einige Jahrzehnte den glattrasierten Look bevorzugten, gab es auch Zeiten, in denen der Bart und besonders der Schnurrbart wieder in Mode kamen. In den 1970er Jahren, als der „hippie“-Stil populär wurde, wurde das Bartwachs oft durch natürliche Öle und Balsame ersetzt.

Moderne Zeit

Heute hat das Bartwachs wieder an Popularität gewonnen, da der Bart in vielen Kulturen und Gemeinschaften wieder im Trend ist. Mit dem Aufstieg der Hipster-Kultur und einem erneuerten Fokus auf Handwerkskunst und Natürlichkeit sind Bartpflegeprodukte, einschließlich Bartwachs, zu einem Muss für den modernen Mann geworden. Heutige Bartwachse sind oft mit einer Vielzahl von natürlichen Ölen und Buttern angereichert, die nicht nur den Bart formen, sondern ihn auch pflegen.

Inhaltsstoffe im Bartwachs

Die klassische Bartwichse besteht aus Bienwachs und Vaseline. In der bayrischen Bartwichse befindet sich hauptsächlich Gummi Arabicum, das aus einer bestimmten Akazienart gewonnen wird.  Moderne Bartwachs besteht aus mehreren Bestandteilen. Hauptbestandteil im Bartwachs ist Bienenwachs oder Carnaubawachs oder auch Candelillawachs. Das Wachs wird mit  hochwertigen Pflanzenbuttern (Sheabutter, Kakaobutter) Planzenöl (Teebaumöl, Mandelkernöl oder Kokusnussöl) gemischt. Das Bartwachs wir bereits seit einigen Jahrhunderten verwendet. 

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Bartwachs wird von allen führenden Firmen (Loreal, Mr. Burton, Goelds, Brisk, OAK, u.a.m) angeboten. Es wird entweder in kleinen flachen Dosen oder in Tuben angeboten. Bartwachs wird unter anderem als ungarisches Barwichse oder bayrische Bartwichse angeboten. Die ungarische Bartwichse ist etwas leichter. Die bayrische Bartwichse eignet sich vor allem, um lange Schnurrbärte in Form zu bringen.

Anwendung von Bartwachs

Die Anwendung von Bartwachs erfordert am Anfang etwas Übung. Das bezieht sich vor allem auf das Weichmachen und Auftragen von Bartwachs. Idealerweise wird der Bartwachs in das frisch gewachsene und trockene Barthaar einmassiert. Bei dem Auftragen von Bartwachs geht man wie folgt vor:

  • das Bartwachs wird mit der Rückseite des Fingernagels aus der Dose entnommen
  • die Menge hängt von der Größe des Bartes ab. Meist reicht ein linsengroßes Stück.
  • anschließend wird das Wachs zwischen den Fingern zerrieben, bis es geschmeidig ist
  • das weiche und geschmeidige Bartwachs wird dann im Bart verrieben
  • die Barthaare sollten bis in die Bartspitzen mit dem Wachse bedeckt sein
  • danach sollte der Bart mit einem Bartkamm oder einer Bartbürste in Form gebracht werden.

Vorteile von Bartwachs

Bartwachs ist seit Generationen ein beliebtes Pflegemittel für Männer, die ihren Bart in Form halten wollen. Aber die Verwendung von Bartwachs geht über einfaches Styling hinaus. Hier sind die Vorteile von Bartwachs im Detail:

1. Form und Halt

  • Stärke: Einer der offensichtlichsten Vorteile von Bartwachs ist seine Fähigkeit, den Bart zu formen und ihm den ganzen Tag über Halt zu geben. Dies ist besonders wichtig für Männer mit längeren Bärten oder solchen, die einen bestimmten Stil bevorzugen.

  • Flexibilität: Im Gegensatz zu anderen Stylingprodukten wie Haargel oder Haarspray ermöglicht Bartwachs eine gewisse Flexibilität. Das bedeutet, dass man den Bart im Laufe des Tages neu formen kann, ohne neues Wachs auftragen zu müssen.

2. Pflege und Schutz

  • Feuchtigkeitsversorgung: Die meisten hochwertigen Bartwachse enthalten natürliche Öle und Buttern, die dazu beitragen, den Bart mit Feuchtigkeit zu versorgen und trockenes oder sprödes Haar zu verhindern.

  • Schutz: Bartwachs bildet eine schützende Barriere um jedes Barthaar, die es vor äußeren Einflüssen wie Wind, Schmutz, Sonne und Umweltverschmutzung schützt.

3. Natürliche Inhaltsstoffe

  • Nährstoffe: Viele moderne Bartwachse sind mit natürlichen Inhaltsstoffen angereichert, die nicht nur formen, sondern auch nähren. Inhaltsstoffe wie Bienenwachs, Sheabutter und Jojobaöl versorgen die Barthaare mit wichtigen Vitaminen und Mineralien.

  • Allergiefreundlich: Da viele Bartwachse natürliche Inhaltsstoffe verwenden, sind sie oft besser für Menschen mit empfindlicher Haut oder Allergien geeignet.

4. Gesundes Aussehen

  • Glänzender Bart: Bartwachs kann dazu beitragen, dem Bart einen gesunden Glanz zu verleihen, ohne dass er fettig aussieht.

  • Reduziert Frizz: Durch die Verwendung von Bartwachs wird das Frizz, das oft bei längerem oder lockigem Barthaar auftritt, reduziert oder eliminiert.

5. Wirtschaftlichkeit

  • Langlebigkeit: Eine kleine Menge Bartwachs reicht oft aus, um den gewünschten Effekt zu erzielen, was bedeutet, dass eine Dose oder Tube für eine lange Zeit hält.

  • Multifunktionalität: Neben dem Styling kann Bartwachs auch als Pflegemittel verwendet werden, was den Bedarf an zusätzlichen Produkten reduziert.

6. Vielfalt der Düfte

  • Angenehmer Duft: Viele Bartwachse enthalten ätherische Öle, die dem Bart einen angenehmen Duft verleihen. Dies bietet eine zusätzliche Dimension der Pflege und kann den Bedarf an zusätzlichem Cologne oder Aftershave reduzieren.

Wenn das Bartwachs in der Dose zu hart geworden ist, dann empfiehlt es sich, die Dose ein paar Minuten in ein warmes Wasserbad zu legen. Sie können die Dose aber auch mit der Hand aufwärmen oder einfach ein paar Minuten in die Hosentasche stecken.

Tipps zur Aufbewahrung von Bartwachs

Eine richtige Aufbewahrung von Bartwachs ist entscheidend, um dessen Qualität und Wirksamkeit über die Zeit zu erhalten. Hier sind einige Tipps, wie Sie Ihr Bartwachs optimal lagern können:

1. Kühle und trockene Lagerung

  • Temperaturen: Lagern Sie Ihr Bartwachs an einem kühlen Ort. Hohe Temperaturen können dazu führen, dass das Wachs schmilzt und seine Konsistenz verändert.

  • Feuchtigkeit vermeiden: Eine hohe Luftfeuchtigkeit kann die Haltbarkeit und Konsistenz des Wachses beeinträchtigen. Lagern Sie es daher fern von feuchten Bereichen wie Badezimmern.

2. Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden

  • Das Wachs kann durch UV-Strahlen beeinträchtigt werden, was die Farbe und Konsistenz verändern kann. Lagern Sie es daher an einem Ort, der nicht ständig dem Sonnenlicht ausgesetzt ist.

3. Fest verschließen

  • Stellen Sie immer sicher, dass das Bartwachs nach der Verwendung fest verschlossen ist. Dies schützt es vor Kontamination durch Staub, Schmutz und andere Partikel.

  • Ein dichter Verschluss hilft auch, die Feuchtigkeit des Produkts zu erhalten und Austrocknung zu verhindern.

4. Nicht im Kühlschrank lagern

  • Es könnte verlockend sein, das Bartwachs im Kühlschrank aufzubewahren, besonders in warmen Klimazonen. Das kann jedoch die Konsistenz des Wachses beeinflussen und es zu hart zum Auftragen machen.

5. Vermeiden Sie Kreuzkontamination

  • Verwenden Sie saubere Hände oder ein sauberes Werkzeug, wenn Sie das Bartwachs entnehmen, um Bakterien oder Schmutz im Produkt zu vermeiden.

6. Regelmäßige Überprüfung

  • Überprüfen Sie Ihr Bartwachs regelmäßig auf Anzeichen von Verfall oder Veränderung. Wenn es seinen Duft verändert, sich in der Konsistenz stark ändert oder Anzeichen von Schimmel zeigt, ist es Zeit, es zu entsorgen.

7. Haltbarkeit beachten

  • Auch wenn viele Bartwachse aufgrund ihrer Inhaltsstoffe lange haltbar sind, haben sie doch ein Verfallsdatum. Beachten Sie dieses, um optimale Ergebnisse zu erzielen und Hautirritationen zu vermeiden.

8. Originalverpackung beibehalten

  • Die Originalverpackung des Bartwachses ist in der Regel so gestaltet, dass sie das Produkt am besten schützt. Versuchen Sie daher, das Wachs in seiner ursprünglichen Dose oder Tube zu belassen.